Inbetriebsetzung

Bevor die Züge fahrplanmässig durch den Ceneri-Basistunnel fahren können, müssen alle Anlagen eingehend geprüft, Testkilometer mit Zügen absolviert und das Personal geschult werden. Erst wenn alles rund läuft, erhält die SBB vom Bund die Betriebsbewilligung für den kommerziellen Betrieb.

Nach Abschluss des Einbaus und der erfolgreichen Teilprüfung sämtlicher Komponenten und Installationen beginnt auf der gesamten Tunnelstrecke die eigentliche Inbetriebsetzung. Diese ist unterteilt in:

Gesamtintegrationstest
Vor Aufnahme des Testbetriebs muss sichergestellt sein, dass die vorhandenen Einrichtungen und Anlagen in allen Betriebszuständen den Anforderungen entsprechen, die erforderlichen Leistungen erbringen und reibungslos funktionieren. Im Rahmen eines sogenannten Gesamtintegrationstests wird deshalb das Zusammenspiel aller Komponenten und Teilsysteme sowie deren Einbettung in die übergeordneten Leittechniken und die Anbindung an das übrige Netz der SBB systematisch erprobt und geprüft.

Testbetrieb
Die AlpTransit Gotthard AG weist als Erstellerin die Funktionalität und die Erfüllung der Sicherheitsanforderungen nach. Im Testbetrieb werden zuerst detaillierte Messdaten von bestimmten Teilsystemen mit Messfahrten erfasst und ausgewertet, worauf mit weiteren Zugfahrten das Zusammenspiel aller Tunnelkomponenten ausgiebig geprüft wird.

Probebetrieb
Der anschliessende Probebetrieb steht unter der Hauptverantwortung der SBB, der künftigen Betreiberin. Erst wenn nachgewiesen ist, dass der Betrieb mit Personen und Güterzügen, der Personaleinsatz und die Ereignisbewältigung reibungslos funktionieren, erteilt das zuständige Bundesamt für Verkehr die Betriebsbewilligung für den kommerziellen Betrieb.