117 Tonnen Tunnelbohrmaschine auf dem Urnersee

Auf dem Seeweg zur NEAT-Baustelle im Urnerland: Am Donnerstag, 6. März 2003, ist in Luzern der 117 Tonnen schwere Hauptantrieb der Tunnelbohrmaschine S-229 für den Gotthard-Basistunnel Nord auf einen Nauen verladen worden. Punkt 13 Uhr traf das Herzstück der Gripper-Tunnelbohrmaschine im Hafen Flüelen ein. Nächste Woche erfolgt der Transport nach Amsteg auf die Baustelle der AlpTransit Gotthard AG.

Am 3. März 2003 wurde der Hauptantrieb der Tunnelbohrmaschine S-229 von der Firma
Herrenknecht in Schwanau (D) auf die Reise geschickt. Verladen auf einem 12achsigen Speziallastwagen traf das 6,40 m lange, 5,60 m breite und 2,20 m hohe Teil heute morgen früh in Luzern ein.

Weil der Spezialtransport die zulässigen Dimensionen für den Strassentransport zwischen Luzern und Flüelen überschreitet, musste das 117 Tonnen schwere Antriebsteil auf dem Seeweg befördert werden. Ein gewaltiger Pneukran der Firma Fanger AG, Sachseln, hob das "Herzstück" der Tunnelbohrmaschine sachte an und plazierte es zentimetergenau auf einen Nauen der Firma Arnold & Co AG, Sand und Kies, Flüelen.

Am 7. März 2003 wird das "Schwergewicht" wieder auf den 12-Achser verladen und am 11. März 2003 ab 22 Uhr auf der Autobahn nach Amsteg transportiert. In einer speziell für die Montage ausgebrochenen Kaverne wird anschliessend die insgesamt 2`700 t schwere Tunnelbohrmaschine zusammengesetzt. Im Verlaufe der nächsten Wochen werden mehr als ein Dutzend Spezialtransporte besonders grosse und/oder schwere Einzelteile wie Bohrkopf oder Gripperplatten zum Portal des Zugangsstollens in Amsteg befördern. Die verschiedenen Komponenten werden auf der Baustelle vormontiert und anschliessend "unter Tag" zusammengesetzt.

Am 27. Mai 2003 wird die 340 m lange Tunnelbohrmaschine mit dem Ausbruch der Oströhre des 11,4 Kilometer langen Teilabschnittes von Amsteg nach Sedrun beginnen. Die Tunnelbohrmaschine für die Weströhre wird im Sommer 2003 geliefert.

Der Teilabschnitt von Amsteg bis Sedrun des längsten Eisenbahntunnels der Welt wird von der Arbeitsgemeinschaft AGN gebaut. Sie besteht aus den Firmen MURER AG, Erstfeld und STRABAG AG, Spittal/Drau, Österreich. Die Federführung liegt bei der Firma MURER AG.