800 Personen bei Übung erfolgreich evakuiert

Die SBB hat heute zusammen mit der Alptransit Gotthard AG (ATG) und den Kantonen Uri und Tessin eine grossangelegte Rettungsübung durchgeführt. Dabei wurden rund 800 Personen erfolgreich aus dem Gotthard-Basistunnel evakuiert.

Die Übungsanlage sah folgendermassen aus: Ein ICN mit rund 800 Personen fährt von Norden in die Oströhre des Gotthard-Basistunnels ein, als der Brandalarm ausgelöst wird. Der Zug fährt noch bis zur Nothaltestelle Sedrun, wo er hält. Die Passagiere begeben sich über den rund 1,5 Kilometer langen Fluchtstollen zur gegenüberliegenden Nothaltestelle in der Weströhre. Dort warten sie, bis der Evakuationszug aus dem Süden eintrifft. Die Reisenden steigen in den Evakuationszug ein und werden nach Biasca gebracht. In der Zwischenzeit ist von Norden und Süden je ein Lösch- und Rettungszug zum ICN ausgerückt, um den Brand zu löschen. Auf den Lösch- und Rettungszüge sind auch Einsatzkräfte der Kantone Uri und Tessin.

Das geschilderte Szenario konnte planmässig abgewickelt werden. Die Evakuierung konnte ohne nennenswerte Zwischenfälle, sicher und geordnet durchgeführt werden. Die detaillierte Auswertung der Rettungsübung erfolgt in den nächsten Wochen. Die SBB hat zusammen mit der ATG und den Rettungskräften der Kantone Uri, Tessin und Graubünden insgesamt zwei Stabs- und vier Rettungsübungen durchgeführt. Ziel der Rettungsübungen war, die erarbeiteten Alarmierungspläne, Evakuierungs-, Rettungs-, und Störungskonzepte auf ihre Tauglichkeit in der Praxis zu prüfen. Das erfolgreiche Absolvieren der Übungen ist eine Voraussetzung, damit die SBB vom Bundesamt für Verkehr die Betriebsbewilligung für den Gotthard-Basistunnel erhält.