Andrehen der Tunnelbohrmaschine am Ceneri-Basistunnel

Am 15. Februar 2008 haben die Mineure am Ceneri-Basistunnel die Tunnelbohrmaschine für den Fensterstollen angedreht. Dies erfolgte in Sigirino während einer offiziellen Feier.
Der 2.3 km lange Fensterstollen von Sigirino wird mit einer Tunnelbohrmaschine ausgebrochen. Der Bohrkopf hat einen Durchmesser von 9.7 Metern. Anschliessend erfolgen am Ende des Stollens die Ausbruchsarbeiten der Installationskavernen. Aus diesen Kavernen wird später der Ausbruch der beiden Tunnelröhren des Ceneri-Basistunnels aufgenommen. Der Zugangsstollen wird dann zur logistischen Schlagader für die Vortriebsarbeiten.
Der Ausbruch des Fensterstollens und der Installationskavernen dauert rund zwei Jahre. Die Arbeiten werden von der Arbeitsgemeinschaft CMC (Consorzio Monte Ceneri) durchgeführt. Diese besteht aus den Schweizer Unternehmungen CSC, Lugano; Frutiger SA, Thun und Rothpletz, Lienhard + Cie, Aarau. Das Auftragsvolumen beträgt rund CHF 85 Millionen (ohne Mehrwertsteuer).
An der Andrehfeier nahmen unter anderem der Verwaltungsrat der AlpTransit Gotthard AG (ATG) und der Tessiner Regierungsrat Marco Borradori teil. In einer Gedenkminute wurde an den vor kurzem verstorbenen Verwaltungsratspräsidenten der ATG, Peter Testoni, erinnert. Renzo Simoni, Vorsitzender der Geschäftsleitung der ATG, unterstrich in seiner Rede, mit welch grossem persönlichem Engagement Peter Testoni Wesentliches zum Bau der Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen beigetragen hat.