Gotthard-Basistunnel - Werkvertrag für Amsteg unterzeichnet

Der Verwaltungsrat der AlpTransit Gotthard AG (ATG) hat das Tunnelbaulos für den Teilabschnitt Amsteg an die unter der Leitung der Urner Firma Murer AG stehende Arbeitsgemeinschaft AGN (Arbeitsgemeinschaft Amsteg, Los 252, Gotthard-Basistunnel Nord) vergeben. Das Auftragsvolumen beträgt 627 Mio. Franken. Am Donnerstag, 21. Februar 2002 wurde an der Tunnelbrust im Zugangsstollen Amsteg der entsprechende Werkvertrag unterzeichnet.

Die vergebenen Arbeiten umfassen den Vortrieb mit Tunnelbohrmaschinen für den 11.4 Kilometer langen Teilabschnitt von Amsteg bis Sedrun. Der Auftragswert beträgt 627 Mio. Franken (426 Mio. Euro). Nach der Vergabe der Baulose Faido und Bodio im Juni 2001 können nun auch vom Norden her die Vortriebsarbeiten am Gotthard-Basistunnel beginnen.

Die Arbeitsgemeinschaft AGN (Arbeitsgemeinschaft Amsteg, Los 252, Gotthard-Basistunnel Nord) setzt sich zusammen aus den Unternehmungen Murer AG, Erstfeld (CH) und Strabag AG, Spit-tal/Drau (A). Die Federführung liegt bei der Firma Murer AG, Erstfeld. Für das Baulos haben sich insgesamt fünf Arbeitsgemeinschaften beworben. Die Wahl der ARGE AGN war das Resultat einer langen und anspruchsvollen Evaluation. Die Angebote wurden gemäss dem Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen sorgfältig geprüft und bewertet. Die von der ATG beauftragte ARGE hat das, unter Berücksichtigung der technischen Kriterien, günstigste Angebot eingereicht.

Am Donnerstag, 21. Februar 2002 unterzeichneten Vertreter der beteiligten Firmen und der Ge-schäftsleitung der AlpTransit Gotthard AG im Zugangsstollen Amsteg an der Tunnelbrust den Werkvertrag. Peter Zbinden, Vorsitzender der Geschäftsleitung der AlpTransit Gotthard AG, zeigte sich erfreut, dass Urner Unternehmen auch gegenüber internationaler Konkurrenz bestehen konnten. Schon in der Vorbereitungsphase konnten zu rund 80 % einheimische Unternehmen berücksichtigt werden.

Auf der Baustelle in Amsteg werden bis zu 300 Tunnelbau-Spezialisten tätig sein. Rund ein Drittel wird die ARGE AGN mit eigenen Mitarbeitern abdecken können. 80-120 Mitarbeiter werden in Österreich und der Schweiz rekrutiert.