Piora-Mulde definitiv und erfolgreich bewältigt

Die geologisch anspruchsvolle Piora-Mulde ist gemeistert: Am 3. Februar 2009 hat auch die Tunnelbohrmaschine in der Weströhre des Gotthard-Basistunnels die letzten Meter der Piora-Mulde aufgefahren und den Medelser-Granit erreicht. Die Tunnelbohrmaschine in der Oströhre hat die Piora bereits im letzten Oktober gemeistert.

Wie schon in der Oströhre traten auch bei der Durchörterung der Weströhre keine besonderen Probleme auf. Am 20. Januar 2009 bohrte sich die Tunnelbohrmaschine der Westöhre in die ersten Meter der Piora-Mulde. Rund zwei Wochen später, am 3. Februar 2009, erreichte sie den nördlich der Piora gelegenen Medelser-Granit. Mit 10 bis 12 m Vortriebsleistung pro Tag kam die Tunnelbohrmaschine in der rund 150 m langen Piora-Mulde gut voran. Das Gebirge verhielt sich stabil. Im dolomitreichen Gestein wurden keine nennenswerten Deformationen festgestellt und auch kein Wasser angetroffen.

In der Weströhre sind bis zum Durchschlag zwischen Faido und Sedrun noch rund 7,3 km Gebirge zu durchörtern. In der Oströhre sind es 6,4 km. Läuft alles wie geplant, findet der Hauptdurchschlag am Gotthard-Basistunnel anfangs 2011 statt. Der kommerzielle fahrplanmässige Betrieb des Gotthard-Basistunnels beginnt voraussichtlich Ende 2017.