Sondierarbeiten Pioramulde abgeschlossen

Auch die vierte Kernbohrung aus dem Sondierstollen hat auf Tunnelniveau festes, kompaktes Dolomit-/Anhydrit-Gestein durchstossen. Damit wurden die Resultate der drei vorgängigen Bohrungen auf der Höhe des Basistunnels bestätigt. Die umfangreichen Sondierbohrungen mit parallel dazu durchgeführten Messungen und Untersuchungen lassen darauf schliessen, dass die Gesteine der Pioramulde im Bereich des Basistunnels fest, kompakt und trocken sind. Es wurde ein Korridor von rund 200 m Breite erkundet.

Die geologischen Erkenntnisse aus dem breit angelegten Sondierprogramm bedeuten:

Die Tunnelbauer rechnen für die Querung der Pioramulde aufgrund der geologischen Erkenntnisse aus dem breit angelegten Sondierprogramm mit keinen aussergewöhnlichen Schwierigkeiten.
Die untersuchte Zone kann sowohl mit einer Tunnelbohrmaschine als auch sprengtechnisch durchgeführt werden.
Die vom Bundesamt für Verkehr geleitete Fachkommission Geologie beurteilte die vorliegenden Untersuchungsergebnisse als ausreichend. Die noch verbleibenden Risiken können durch gezielte Erkundung aus den Tunnelvortrieben ausreichend eingeschränkt werden. Diese Schlussfolgerungen bestätigte auch die von den Bahnen eingesetzte Arbeitsgruppe Bautechnik.
Die Generaldirektion der SBB hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, die Arbeiten auf der Baustelle "Sondiersystem Piora" abzuschliessen. Die Bauinstallationen werden während den nächsten Monaten abgebrochen.
Die gesamten Sondierarbeiten in der Pioramulde kosteten rund 110 Mio Franken. Dieser Betrag war Bestandteil des ersten Verpflichtungskredites.