Erste Teile der TBM S-229 in Amsteg eingetroffen

Am Donnerstag morgen, 19. Dezember 2002 wurden die ersten Teile der Tunnelbohrmaschine S-229 von der Firma Herrenknecht in Schwanau (D) auf die Reise geschickt. Kurz nach Mittag traf der Lastwagen mit dem 12 m langen Werkzeug-Container auf der Neat-Baustelle in Amsteg ein.

Die von der Arbeitsgemeinschaft AGN (MURER AG, Erstfeld und Strabag AG, Spittal/Drau, Österreich) bestellte Tunnelbohrmaschine S-229 für den Ausbruch der 11,4 km langen Oströhre des neuen Gotthard-Basistunnel hat riesige Ausmasse. Mit einer Gesamtlänge von 340 m, einem Gewicht von 2700 t und einer Antriebsleistung von 3500 kW (5.000 PS) wird sich der Riesenbohrer durch meist hartes Gestein (Gneise, Granite) von Amsteg nach Sedrun fräsen. Der mit 62 Rollenmeisseln bestückte Bohrkopf hat einen Durchmesser von 9,58 m.

Bei der Herrenknecht AG im süddeutschen Schwanau laufen zurzeit die letzten Montagearbeiten an der ersten der beiden Tunnelbohrmaschinen für den Teilabschnitt Amsteg-Sedrun. Am 16. Januar 2003 wird die S-229 von der ARGE AGN im Beisein der AlpTransit Gotthard AG (ATG) abgenommen. Anschliessend wird die Maschine demontiert. Die schwersten Komponenten wie Bohrkopf, Hauptantrieb und Maschinenrahmen werden dann mit Spezialtransporten und teilweise auch wieder mit dem Schiff über den Vierwaldstättersee in den Kanton Uri befördert. Vor dem Portal des Zugangsstollen in Amsteg werden die verschiedenen Komponenten vormontiert und anschliessend in einer speziell für die Montage ausgebrochenen Kaverne im Berg zusammengesetzt. Der am Donnerstag, 19. Dezember 2002, angelieferte Container enthielt die für die Montage benötigten Spezialwerkzeuge. Ende Mai 2003 wird die S-229 angedreht und mit dem Ausbruch der Oströhre des 11,4 km langen Teilabschnitts von Amsteg nach Sedrun beginnen. Die Tunnelbohrmaschine für die Weströhre wird dann im Sommer 2003 geliefert und montiert.